Adventure Tour – mit Sicherheit

SAL. Unter diesem Motto haben ca. 40 Bikerinnen und Biker an der jährlichen Motorrad-Wallfahrt nach Schönstatt teilgenommen.
„Gemeinschaft“ ist eine der prägenden Erfahrungen, die sie an diesem Treffen schätzen und suchen. Besuch und Gebet bei der Gottesmutter im Urheiligtum zum einen und der Lagerfeuerabend zum anderen dürfen nicht fehlen.
Dazwischen genießen sie die Begegnung, gute Gespräche – auch mit den Schwestern –, gutes Essen, die Ausfahrt, das Dasein mit Gleichgesinnten, den Gottesdienst mit rockiger Musik und – nicht an letzter Stelle – den Segen für ihre Maschinen.

Bist du dir sicher?

Pfarrer Stefan Schaaf, selbst Biker und langjähriger Begleiter der Motorrad-Wallfahrt, gewinnt mit dieser Einstiegsfrage bei der Predigt schnell die Aufmerksamkeit der Zuhörerinnen und Zuhörer.
Wir Menschen brauchen und suchen Sicherheit. „Wir wollen sicher gehen“, die richtige Berufswahl zu treffen, sich für das richtige Reiseziel zu entscheiden etc. Wir suchen Sicherheit, „dass unsere Wege zu einem Ziel führen“, und zu einem guten Ziel. Bei aller Verantwortung, die wir selbst für unsere Sicherheit tragen, bleibt ein Risiko.

In der Übertragung auf das Leben als Abenteuer-Tour, steckt gleichzeitig eine Verheißung, wie bei der Berufung der Jünger im Evangelium. Jesus verheißt ihnen: Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Das Verlassen eigner, menschlicher Sicherheiten eröffnet eine Erfahrung von Mehr, von Mehr an Leben. Stefan Schaaf bündelt seine Ausführungen im Bild der Pendelsicherheit, das Pater Kentenich, der Gründer der Schönstattbewegung, gern verwendet hat. Sicherheit gibt es nur im sich Festmachen ganz oben, in der Hand Gottes. Das heißt: Den Sprung nach oben wagen, sich festmachen in dem, der uns ein Mehr an Leben verheißt. Es brauche dazu – wie es im Biker-Portrait beim Lagerfeuer-Abend hieß – eine große Portion Gottvertrauen.

Lagerfeuer-Abend

„Die Gemeinschaft der Biker-Wallfahrt gibt uns Kraft für die nächste Kurve.“ So lautet einer der selbstkreierten Biker-Slogans beim Lagerfeuer-Abend. Ein gutes Abend-Büfett, Quizz-Fragen und -Aufgaben rund ums Biker-Profil und ein breites Liederrepertoire – von „Über den Wolken“, über „Yesterday“ bis zu „Hei Pipi Langstrumpf“ – sind Elemente dieses Abends in lockerer, unkomplizierter fröhlicher Runde und einer „tollen Atmosphäre“.

Gebet beim Urheiligtum und Segen für die Motorräder

„Zuerst ins Kapellchen“, reagieren zwei Biker nach der Ankunft auf den Hinweis auf die Cafeteria. Am Sonntag sparen sie sich das Mittagessen, weil sie ein weite Rückfahrt haben. Doch die Fahrt zur Anbetungskirche mit dem Gründergrab gehört noch dazu.
Dem Gebet am Urheiligtum zum Abschluss der Ausfahrt am Samstag verleiht die Nachricht vom Unfall eines Teilnehmers bei der Anfahrt eine gewisse Betroffenheit. Da klingen der Dank für erfahrenen Schutz und die Einladung an die Gottesmutter, „immer mit uns unterwegs zu sein“, ernsthafter.
„Mein Motorrad gesegnet bekommen“ ist eine starke Motivation für die Teilnahme an der Biker-Wallfahrt. Pfarrer Schaaf nimmt sich nach dem Gottesdienst ausgiebig Zeit für diese Segnung. Es ist kein allgemeiner Segen über alle Motorräder, sondern Einzelsegen. Er geht von Maschine zu Maschine, von Biker zu Biker, segnet und kommt ins Gespräch. So dauert es lange, bis er zum Mittagessen ins Pilgerhaus kommt.
Nach der Motorradwallfahrt ist vor der Motorradwallfahrt. So steht am Ende die Einladung für 2025, vom 31. Mai bis 1. Juni: 20 Jahre Biker-Wallfahrt nach Schönstatt.

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